{"id":132,"date":"2019-04-14T15:14:27","date_gmt":"2019-04-14T15:14:27","guid":{"rendered":"http:\/\/rokoko.net\/?page_id=132"},"modified":"2019-04-21T08:50:26","modified_gmt":"2019-04-21T08:50:26","slug":"wolff-zu-gudenberg","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/rokoko.net\/?page_id=132","title":{"rendered":"Wolff zu Gudenberg"},"content":{"rendered":"<h1><b><span style=\"font-family: Century Gothic; font-size: xx-large;\">Ritter <\/span><\/b><span class=\"fbPhotoCaptionText\"><b><span style=\"font-family: Century Gothic; font-size: xx-large;\">von Wolff zu Gudenberg<\/span><\/b><\/span><\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-230\" src=\"http:\/\/rokoko.net\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Wappen_Wolff_von_Gudenberg_Althessische_Ritterschaft-236x300.png\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/rokoko.net\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Wappen_Wolff_von_Gudenberg_Althessische_Ritterschaft-236x300.png 236w, http:\/\/rokoko.net\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Wappen_Wolff_von_Gudenberg_Althessische_Ritterschaft.png 444w\" sizes=\"auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-231\" src=\"http:\/\/rokoko.net\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Wolff-Gudenberg-St-Wappen-241x300.png\" alt=\"\" width=\"241\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/rokoko.net\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Wolff-Gudenberg-St-Wappen-241x300.png 241w, http:\/\/rokoko.net\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Wolff-Gudenberg-St-Wappen.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 241px) 100vw, 241px\" \/><\/p>\n<p>Wolff von Gudenberg ist der Name eines alten, 1873 in den Freiherrenstand erhobenen hessischen Adelsgeschlechts. Der in Hessen beg\u00fcterte Teil der Familie ist bis heute bei der Althessischen Ritterschaft immatrikuliert.<\/p>\n<p><strong> <span id=\"Ursprung\"> Ursprung<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Das Geschlecht der Wolff von Gudenberg, in der \u00e4lteren Literatur h\u00e4ufig auch als die &#8222;W\u00f6lffe von Gudenberg&#8220; oder auch &#8222;Lupi&#8220; (lateinisch: W\u00f6lfe) bezeichnet, ist erstmals fassbar im Jahre 1213 mit Arnold I., den man daher als Begr\u00fcnder der Familie ansieht. Der Beiname des Geschlechts bezieht sich auf seinen Stammsitz auf dem Kleinen oder dem Gro\u00dfen Gudenberg bei Zierenberg in Nordhessen. Ob es sich bei dem Geschlecht, wie auch bei den Groppe von Gudenberg, um einen Zweig der ab 1190 bekundeten Herren von Gudenberg handelt, oder ob diese drei Familien lediglich gemeinsam Burgmannen auf einer oder beiden der zwei Burgen auf den beiden Gudenberg-Gipfeln waren und die Namensgleichheit daher r\u00fchrt, ist nicht erwiesen. Dass die drei Familien in enger Beziehung zueinander standen, geht daraus hervor, dass sie hinsichtlich einer Anzahl mainzischer und ravensbergischer Lehnsg\u00fcter eine Ganerbengemeinschaft bildeten.<\/p>\n<p><strong> <span id=\"Standeserhebung\">Standeserhebung<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Die Br\u00fcder Otto, Gottlob und Carl Wolff von Gudenberg und ihre Nachkommen erhielten am 10. M\u00e4rz 1873 die preu\u00dfische Genehmigung zur F\u00fchrung des Freiherrentitels.<\/p>\n<p><strong><span id=\"Besitz\"> Besitz<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Das Geschlecht, Ministeriale bzw. Lehnsmannen der Landgrafen von Hessen, erlangte im Laufe der Zeit Allod-, Lehens- und Pfandbesitz nicht nur im Umfeld der beiden Stammburgen auf dem Gudenberg (die beide sp\u00e4testens 1272 bereits zerst\u00f6rt waren), sondern insbesondere auch die Herrschaft Itter an der mittleren Eder, die Thile I. Wolff von Gudenberg 1381\/1383 gr\u00f6\u00dftenteils in seinen Pfandbesitz brachte. Danach nannten sich seine Nachkommen Wolff von Gudenberg zu Itter. Sein Enkel Thile II., hessischer Rat und Amtmann zu Zierenberg, f\u00fcgte 1479 das ittersche Wappen mit dem L\u00f6wen seinem Siegel hinzu.<\/p>\n<p>1542 k\u00fcndigte ihnen der Graf von Waldeck die Pfandschaft \u00fcber den mainzisch-waldeckschen Teil der Herrschaft Itter, und 1562 k\u00fcndigte Landgraf Philipp von Hessen die auf den hessischen Teil. Die Wolff von Gudenberg hatten die Herrschaft ziemlich ausgebeutet, und ihre Eink\u00fcnfte standen in keinem Verh\u00e4ltnis mehr zur urspr\u00fcnglichen Pfandsumme. Sie wehrten sich zwar in langen Prozessen vor dem hessischen Hofgericht in Marburg und dem Reichskammergericht in Speyer, mussten aber schlie\u00dflich nachgeben und zogen sich auf ihre verbliebenen G\u00fcter in H\u00f6ringhausen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong><span id=\"Wappen\"> Wappen<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Das Stammwappen zeigt in Silber einen schreitenden schwarzen Wolf. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken der Wolf wachsend.<\/p>\n<p>Das Wappen ist seit circa 1479 geviert und zeigt in den Feldern 1 und 4 in Silber einen schreitenden schwarzen Wolf (Stammwappen), in den Feldern 2 und 3 in Blau einen gekr\u00f6nten goldenen L\u00f6wen (Wappen der ausgestorbenen Herren von Itter). Auf dem Helm mit rechts schwarz-silbernen und links blau-goldenen Decken ein wachsender gekr\u00f6nter schwarzer Wolf. Als Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel sich 1568 endlich mit den Wolff von Gudenberg wegen der Herrschaft Itter geeinigt hatte, wurde in dem dazu am 6. Mai 1568 in Kassel geschlossenen Vergleich von den Wolff von Gudenberg die Weiterf\u00fchrung des Itterischen Wappens ausbedungen und von Landgraf Wilhelm ausdr\u00fccklich gestattet.<\/p>\n<p>\u201eDas Wappen der Wolfe von Gudenberg bestand bis zum Ende des 13. Jahrhunderts aus einem sogenannten Maueranker, wie das derer von R\u00f6dersen, Helfenbert, Hatzfeld, Breidenbach, Plesse etc. Die Familie von Breidenbach k\u00f6nnte als ein Zweig der W\u00f6lfe von Gudenberg angesehen werden, weil sie einen Wolf auf dem Helm f\u00fchrte. Seit dem Anfang des 14. Jahrhunderts aber f\u00fchrten die Wolfe statt der Maueranker einen Wolf und nahmen nach der Erwerbung der Herrschaft Itter circa 1479 noch den Itterschen L\u00f6wen hinzu\u201c.<\/p>\n<p>Laut H. J. von Brockhusen tauschten die Wolff von Gudenberg nach 1272 das Wolfseisen in ihrem Wappen gegen den schreitenden schwarzen Wolf. Sowohl das Wolfseisen wie auch der Wolf wiesen als redende Wappenbilder auf die ehemalige Zugeh\u00f6rigkeit zur Burgmannschaft von Wolfhagen hin.<\/p>\n<p><strong> <span id=\"Nebenlinie_Wolff-Metternich\">Nebenlinie Wolff-Metternich<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Eine Nebenlinie der Wolff von Gudenberg sind die rheinischen Wolff-Metternich. Diese Linie entstand 1440 durch die Heirat von Goddart Wolff von Gudenberg zu Itter mit Sybilla von Metternich. Goddart erwarb damit Anteile an der Herrschaft Metternich bei Euskirchen und nannte sich nunmehr Wolff genannt von Metternich. Der Kaiserliche und Kurf\u00fcrstlich-k\u00f6lnische K\u00e4mmerer und Hofmarschall Johann Adolf Wolff genannt von Metternich wurde 1637 in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Im Jahr 1731 wurde mit dem Freiherrn Franz-Joseph von Wolff-Metternich zur Gracht, Kaiserlichen K\u00e4mmerer und Reichshofrat, ein Zweig dieser Linie in den Reichsgrafenstand erhoben.<\/p>\n<p><strong> <span id=\"Bekannte_Mitglieder_der_Familie\">Bekannte Mitglieder der Familie<\/span><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Thile I. Wolff von Gudenberg (\u2020 1404\/06), Pfandbesitzer der Herrschaft Itter und landgr\u00e4flich-hessischer Amtmann in Kassel<\/li>\n<li>Thile II. Wolff von Gudenberg zu Itter (\u2020 um 1480), Pfandlehensinhaber der Herrschaft Itter und landgr\u00e4flich-hessischer Amtmann von Zierenberg<\/li>\n<li>Hermann Wolff von Gudenberg, Landrat des Kreises H\u00fcnfeld (1851\u20131863) und im Landkreis Schl\u00fcchtern (1863\u20131880)<\/li>\n<li>Erich Wolff von Gudenberg, Pseudonym Erich Anders (1883\u20131955 Hamburg), deutscher Musiker und Komponist<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Georg Landau: Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer, Band 4, 1839, S.\u00a0233-283.<\/li>\n<li>Leopold von Ledebur: Dynastische Forschungen. Band 2, Seite 40-41.<\/li>\n<li>Deutsche Adelsgenossenschaft (Hrsg.): Jahrbuch des Deutschen Adels, Band 3, 1899, Verlag von W. T. Bruer, S. 807.<\/li>\n<li>Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XVI, Band 137 der Gesamtreihe, S.\u00a0341, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2005.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ritter von Wolff zu Gudenberg Wolff von Gudenberg ist der Name eines alten, 1873 in den Freiherrenstand erhobenen hessischen Adelsgeschlechts. Der in Hessen beg\u00fcterte Teil der Familie ist bis heute bei der Althessischen Ritterschaft immatrikuliert. 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